NeuroNews

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Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement – AFNB
Quellnachweis: AFNB Newsletter vom 05.08.2022

Hirntumorzellen erobern das Gehirn als neuronale Trittbrettfahrer

Hirntumorzellen imitieren Eigenschaften und Bewegungsmuster von Nervenzellen

Bestimmte Zellen aus Glioblastomen, der aggressivsten Form von Hirntumoren, imitieren Eigenschaften und Bewegungsstrategien von unreifen Nervenzellen, um das Gehirn zu kolonisieren. Grundlegend neue Ergebnisse von Forschenden des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Medizinischen Fakultät Heidelberg (MFHD) sowie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) geben erstmals detaillierte Einblicke in die Ausbreitungsmechanismen des Tumors:

Die für Glioblastome typischen Zellgebilde, die sich weit durch das Gehirngewebe ziehen, werden von ausschwärmenden Krebszellen gebildet. Sie bewegen sich durch das gesunde Hirngewebe, siedeln sich an geeigneter Stelle an und bilden dann bösartige Netzwerke, über die sie sich wieder mit dem „Muttertumor“ verbinden. Dabei ähneln diese Invasoren nicht nur in ihrem molekularen Profil den Vorläuferzellen von Nervenzellen, sondern sie wandern auch in gleichen Bewegungsmustern und knüpfen wie diese Kontakte mit gesunden Nervenzellen des Gehirns.

Erfahren Sie mehr dazu hier.
(Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg)

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Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement – AFNB 
Quellnachweis: AFNB NeuroNews vom 03.08.2022

Technik, die auf den Menschen reagiert

Wie beeinflusst die Arbeit unseren Alltag, wie wirkt sie sich auf unsere mentale und körperliche Gesundheit aus? Wie verändern technische Lösungen den Menschen, wie kann man Geräte menschengerechter gestalten?

Mit dem NeuroLab wurde am Fraunhofer IAO vor sieben Jahren eine Testumgebung für Fragen der Neuroarbeitswissenschaft geschaffen. Seit Oktober 2021 leitet Dr. Mathias Vukelic (siehe Kasten »Forscherporträt Mathias Vukelic«) dort das Team »Applied Neurocognitive Systems«. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen verknüpft der Neuro- und Verhaltenswissenschaftler die Erkenntnisse kognitiver Neurowissenschaft mit positiver Psychologie und Methoden des Maschinellen Lernens, um Mensch-Technik-Systeme zu gestalten, die sich bei der Arbeit und im Alltag an den Menschen und seine mentalen Zustände anpassen und die auf seine Bedürfnisse und Fähigkeiten ausgerichtet sind.

Erfahren Sie mehr dazu hier
(Quelle: Ruhr-Universität Bochum)

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Damit das Warten nicht so schwerfällt

Damit das Warten nicht so schwerfällt

Drei Minuten können für Kleinkinder endlos sein. Wie man sie gut überbrückt, können sie sich abschauen.

Wenn Kleinkinder warten müssen, wird es oft stressig: Sie können ihre negativen Emotionen noch nicht regulieren. Wie man ihnen helfen kann, wollte ein Team um Johanna Schoppmann von den Arbeitseinheiten Entwicklungspsychologie und Klinische Kinder- und Jugendpsychologie der RUB wissen. Spielt das Temperament eine Rolle dabei, womit das Kind sich in Wartesituationen gut beschäftigen kann? Von wem können Kinder abschauen, wie man Wartesituationen besser überbrückt? Ergebnis: Auf sich allein gestellt bevorzugen Kinder ihrem Temperament angemessenes Spielzeug. Beim Abschauen kommt es darauf nicht an, und auch von Fremden können Kinder warten lernen. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift Child Development vom 17. November 2021.

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Quellennachweis: Ruhr-Universität Bochum

Spielend fürs Leben lernen

Spielend fürs Leben lernen

Spiele spiegeln die Kultur wider, in der man lebt

Spielen ist für die Entwicklung komplexer sozialer, emotionaler, körperlicher und kognitiver Fähigkeiten wichtig. Jungen Individuen bietet das Spielen ein sicheres Umfeld, um neue Verhaltensweisen risikofrei auszuprobieren. Während die meisten Tiere spielen, basieren Spiele nur beim Menschen auf Regeln. Welche Arten von Spielen Menschen bevorzugen, ob gegeneinander oder kooperativ, unterscheidet sich möglicherweise zwischen Kulturen. In einer neuen Studie haben Forschende aus Leipzig, Jena, Gera und Australien historische Daten ausgewertet um die Frage zu beantworten, ob die Spiele, die verschiedene Kulturen spielen, Rückschlüsse darauf zulassen, wie kooperativ diese Kulturen sind.

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Quellennachweis: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Demenz und Ernährung

Demenz und Ernährung

Prof. Dr. habil. Marcus Grimm hält Antrittsvorlesung an der SRH Hochschule für Gesundheit

Etwa 1,6 Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an Demenz. Mit etwa 900 Neuerkrankungen pro Tag ergibt sich hier aus ein besonders Maß an gesundheits- und gesellschaftspolitischer Relevanz. Der Einfluss der Ernährung wird auf präventiver als auch auf therapeutischer Ebene viel diskutiert.

Prof. Dr. habil. Marcus Grimm ist Professor und Studiengangsleiter für den Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung am Campus Rheinland und wird am 15. Dezember 2021 um 17:00 Uhr seine Antrittsvorlesung an der Gesundheitshochschule der SRH halten. In diesem Rahmen werden ernährungstherapeutische Aspekte vorgestellt und erläutert. Prof. Grimm beantwortet die Frage, wie sie auf die molekularen Mechanismen, die zur Entstehung der Alzheimer Erkrankung führen, wirken. Hierbei wird primär auf Lipide oder Substanzen, die die Membrankomposition verändern, eingegangen.

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Quellennachweis: SRH Hochschule für Gesundheit

Volkskrankheit Migräne: Dem Tsunami im Gehirn auf der Spur

Volkskrankheit Migräne: Dem Tsunami im Gehirn auf der Spur

Ein Mausmodell hilft, den Auslösemechanismus von Migräne-Auren zu entschlüsseln

Rund jeder Zehnte in Deutschland ist von ihr betroffen: Migräne. Ein Drittel der Erkrankten leidet zusätzlich unter vorübergehenden neurologischen Symptomen. Bei ihnen geht zum Beispiel ein Flimmern vor den Augen dem Kopfschmerz voraus, die sogenannte Migräne-Aura. Im Gehirn beobachtet man während der Auren ein typisches Aktivitätsmuster: Nachdem eine starke Erregungswelle wie ein Tsunami über die Hirnrinde gezogen ist, folgt eine große Stille. Ein Forschungsteam aus Tübingen und München unter Federführung von Professor Tobias Freilinger ist nun im Tiermodell einem der zugrundeliegenden Mechanismen auf die Spur gekommen. Bei sogenannten Migräne-Mäusen, die die Erkrankung beim Menschen nachbilden, ist eine bestimmte Art von Nervenzellen überaktiv, berichtet das Team in seiner aktuellen Publikation im Journal of Clinical Investigation. Die Studie ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert worden.

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Quellennachweis: Hertie-Institut für klinische Hirnforschung

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