Sprache ist mehr als Sprechen

Sprache ist mehr als Sprechen

Wie das Gehirn Gebärdensprache verarbeitet

Über 70 Millionen gehörlose Menschen auf der ganzen Welt verwenden eine der mehr als 200 verschiedenen Gebärdensprachen als ihre bevorzugte Kommunikationsform. Obwohl sie im Gehirn auf ähnliche Strukturen wie Lautsprachen zugreifen, war es bislang schwierig, die Hirnregionen zu identifizieren, die beide Formen von Sprache gleichermaßen verarbeiten. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) haben nun in einer Meta-Analyse herausgefunden, dass das Broca-Areal in der linken Hirnhälfte, das sich bereits als zentraler Knotenpunkt für Lautsprachen herausgestellt hat, auch für die Gebärdensprachen die entscheidende Hirnregion ist. Hier werden Grammatik und Bedeutung von Sprache verarbeitet, egal ob es sich um Laut- oder Gebärdensprache handelt. Damit zeigt sich: Unser Gehirn ist generell darauf spezialisiert, sprachliche Informationen zu verarbeiten. Ob diese dabei gesprochen oder gebärdet wird, scheint dabei von untergeordneter Bedeutung.

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Quellennachweis: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Klug entscheiden lernen

Klug entscheiden lernen

Studien zeigen Einfluss von Schulungen auf das Entscheidungsverhalten

Wer in wichtigen privaten und beruflichen Fragen kluge Entscheidungen trifft, erhöht die Chancen auf größere Lebenszufriedenheit. Die dafür erforderlichen kognitiven Fähigkeiten lassen sich durch Schulungen signifikant steigern. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Bayreuth in aktuellen empirischen Studien, die im „European Journal of Operational Research“ erschienen sind. Mehrwöchige Kurse mit Teilnehmer*innen verschiedener Alters- und Berufsgruppen stärkten nachweislich deren Fähigkeit, in schwierigen Entscheidungssituationen eine gut überlegte Wahl zu treffen.

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Quellennachweis: Universität Bayreuth

Hilft Meditation gegen die Folgen von Traumatisierung?

Hilft Meditation gegen die Folgen von Traumatisierung?

Zentrum für Psychotherapie untersucht die Wirkung buddhistischer Meditationen bei Schuld- und Schamgefühlen

Ab sofort bietet das Zentrum für Psychotherapie der Goethe-Universität Frankfurt eine spezifische Intervention für Patientinnen und Patienten an, die nach traumatischen Erlebnissen unter starken Scham- und Schuldgefühlen leiden. Die Intervention wird in Einzelsitzungen angeboten und kombiniert kognitive Therapie und Metta-Meditation. Metta heißt übersetzt „liebende Güte“.

Mehr als jeder zweite Mensch erlebt im Laufe seines Lebens ein traumatisches Ereignis wie einen schweren Verkehrsunfall, körperliche oder sexuelle Gewalt (z.B. einen Überfall, eine Vergewaltigung oder sexuellen Missbrauch). Als Folge können sich unterschiedliche psychische Störungen wie eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), Depressionen oder Angststörungen entwickeln.

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Quellennachweis: Goethe-Universität Frankfurt am Main

Von leise bis laut

Von leise bis laut

Synaptische Vielfalt erweitert den Bereich hörbarer Töne

Hören entsteht, wenn Haarsinneszellen im Innenohr Schall in neuronale Signale umwandeln, die an das Gehirn übertragen werden. Die Haarsinneszellen verfügen über etwa ein Dutzend Kommunikationspunkte mit den Hörnervenfasern, die sogenannten Synapsen. Wissenschaftler am Institut für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen entdeckten nun, dass die Synapsen einer einzelnen Haarsinneszelle Schallinformationen unterschiedlich verarbeiten. Diese Vielfalt trägt zur neuronalen Verarbeitung eines breiten Lautstärkebereichs bei. Publiziert in The EMBO Journal.

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Qellennachweis: Universitätsmedizin Göttingen

Persönlichkeitsentwicklung von Studierenden durch Kulturelle Bildung fördern?

Persönlichkeitsentwicklung von Studierenden durch Kulturelle Bildung fördern?

Forschungsprojekt „Eigen-ART“ der Frankfurt UAS wird durch gemeinnützige LUCCA Foundation unterstützt

Was motiviert Studierende an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs), sich in Chören, Bands, Theatergruppen oder anderen Kulturprojekten zu engagieren? Diese Fragen stellen Prof. Dr. Barbara Lämmlein und Prof. Dr. Ulrike Gerdiken von der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) in dem empirischen Forschungsprojekt „Eigen-ART.Persönlichkeitsentwicklung durch Kulturelle Bildung“. Ziel ist es, die individuelle Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung von Studierenden in den Blick zu nehmen und durch Selbstreflexion zu fördern. Ermöglicht wird das Forschungsprojekt durch die Förderung der LUCCA Foundation über einen Zeitraum von acht Monaten.

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Quellennachweis: 
Frankfurt University of Applied Sciences

Menschen hören das, was sie zu hören erwarten

Menschen hören das, was sie zu hören erwarten

Dresdner Neurowissenschaftler:innen zeigen, dass die menschliche Hörbahn Geräusche entsprechend vorheriger Erwartungen wiedergibt.

Der Mensch ist auf seine Sinne angewiesen, um die Welt, sich selbst und andere wahrzunehmen. Obwohl die Sinne das einzige Fenster zur Außenwelt sind, hinterfragen Menschen nur selten, wie wahrheitsgetreu sie die Außenwelt tatsächlich wahrnehmen. In den letzten 20 Jahren hat die neurowissenschaftliche Forschung gezeigt, dass die Großhirnrinde ständig Vorhersagen darüber erstellt, was als nächstes passieren wird. Neuronen, die für die sensorische Verarbeitung zuständig sind, erfassen nur den Unterschied zwischen den Vorhersagen und der Realität.

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Quellennachweis:  Technische Universität Dresden

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