Sinneswahrnehmung ist keine Einbahnstraße

Sinneswahrnehmung ist keine Einbahnstraße

Wie unsere Erfahrungen neue Eindrücke beeinflussen: Tübinger Neurowissenschaftler entschlüsseln Signalpfad, über den das Gehirn seine eigene Wahrnehmung der Umwelt verändert.

Wenn wir mit der Welt interagieren, zum Beispiel indem wir mit der Hand ein Objekt berühren, verändert das Gehirn das Sinnessignal auf Basis einer Vorab-Erwartungshaltung. Tübinger Neurowissenschaftler haben dieses sogenannte „sensorische Gating“ näher erforscht. Bei Ratten, deren Tasthaare Objekte ertasteten, fanden sie Gating-Signale aus höheren Hirnregionen, die die Signalstärke aus der aktiven Berührungswahrnehmung verringerten. Offenbar überformt unsere Erwartungshaltung, die in höheren Hirnregionen erzeugt wird, aktuelle Sinneseindrücke. Solche Erwartungssignale könnten für das Verständnis sensorischer Halluzinationen, etwa bei Schizophrenie, eine wichtige Rolle spielen. Die Studie wurde mit Geldern der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verwirklicht und im Fachmagazin Nature Communications publiziert.

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Was sich neckt, das liebt sich?

Was sich neckt, das liebt sich?

Psychologen erforschen Umgang mit Lachen und Frotzeln in Beziehungen

Egal ob übereinander oder miteinander: Lachen spielt in Liebesbeziehungen eine wichtige Rolle. Ähneln sich die Liebespartner in ihrem Umgang mit Lachen oder dem Ausgelacht werden, sind diese eher zufrieden mit ihrer Beziehung. Menschen, die Angst davor haben ausgelacht zu werden, sind mit ihrer Beziehung dagegen häufig weniger glücklich. Das überträgt sich auch auf ihren Partner und ihre Sexualität. Zu diesem Ergebnis kommen Psychologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in einer neuen Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift “Journal of Research in Personality” veröffentlicht wurde.

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Neues zu unserem Patenkind Heidy Elisabeth

Neues zu unserem Patenkind Heidy Elisabeth

Wir freuen uns sehr, Euch heute von dem aktuellen Fortschritt unseres Patenkindes Heidy aus Guatemala berichten zu können.
Neben der Entwicklung unseres Patenkindes erfahrt Ihr am Ende dieser Information auch etwas über die Entwicklung des gesamten Gebietes, in dem Heidy lebt. Also wenn Ihr mögt, lest bis zum Ende.

Zur Erinnerung:
Als wir die Patenschaft übernommen haben, war Heidy 3 Jahre alt.

Sie lebt zusammen mit ihren Eltern im Gebiet Baja Verapaz. Der Vater war Kleinbauer, die Mutter Hausfrau. Sie wohnt in einem Haus aus Metall und Blech und einem Fußboden aus Erde. Als sanitäre Einrichtung wird eine einfache Toilette mit Spülung benutzt. Wasser beziehen sie aus einer Wasserleitung im Haus.

Heute:
Die Familiensituation hat sich nicht verändert. Heidy ist noch zu klein, um eine Schule zu besuchen.

Information zur Entwicklung des Gebietes:

Familien aus dem Projektgebiet, in dem Heidy lebt, haben an folgenden Aktivitäten teilgenommen:

  • Aufklärung über die Wichtigkeit von Bildung
  • Stipendien für Schulkinder
  • Unterstützung bei der Gründung und Stärkung von Kinder- und Jugendorganisationen
  • Schulung junger Menschen in  unternehmerischen Fähigkeiten
Individuelle Stressempfindlichkeit, Zuckerstoffwechsel und Gehirnfunktion hängen zusammen

Individuelle Stressempfindlichkeit, Zuckerstoffwechsel und Gehirnfunktion hängen zusammen

Störung im Zuckerstoffwechsel des Gehirns als Ursache für stressbedingte Lern- und Gedächtnisstörungen im Tiermodell identifiziert

Insbesondere chronischer Stress gilt als ein Risikofaktor für die Entwicklung psychischer Erkrankungen wie beispielsweise depressive Störungen. Zudem kann er sich negativ auf den Stoffwechsel und besonders auf den Zuckerstoffwechsel auswirken. Nun haben Wissenschaftler der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz und des Deutschen Resilienz-Zentrums Mainz (DRZ) im Tiermodell untersucht, ob Stress, eine Störung des Zuckerstoffwechsels und psychische Symptome direkt und ursächlich miteinander verknüpft sind. Ihre Untersuchungen zeigten, dass sich in zeitlichem Zusammenhang mit Stress eine Störung des Glukosestoffwechsels entwickeln kann, und zwar sowohl im Blut als auch im Gehirn. Demnach kann eine stressinduzierte Störung des Zuckerstoffwechsels mit der Entstehung von stressabhängigen psychischen Erkrankungen zusammenhängen. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der hochrangigen Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.

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