Optimierte Wahrnehmung zu Zeiten der Dämmerung

Bild mit Kopf und Neuronen - WahrnehmungOptimierte Wahrnehmung …: Das Gehirn verarbeitet schwache visuelle Reize morgens und abends besser als mittags

In vorindustrieller Zeit war die Dämmerung für Menschen eine gefährliche Zeit, da sie dann nachtaktiven Raubtieren begegnen konnten. Wer trotz schwachem Licht noch etwas erkennen konnte, hatte einen evolutionären Vorteil. Wie Neurowissenschaftler der Goethe-Universität jetzt herausgefunden haben, bereitet sich das menschliche Gehirn auf die Dämmerung vor, indem es zu diesen Zeitpunkten die Ruheaktivität in der Sehrinde herunterfährt, damit schwache Sehreize nicht im Rauschen untergehen.

Der Wechsel von Tag und Nacht, hell und dunkel, bestimmt die Wahrnehmung mehr, als dem Menschen bewusst ist. Besonders relevant wirkt sich die Tageszeit auf die Qualität visueller Signale in der Umwelt aus. Das visuelle System hat sich im Laufe der Evolution optimal an die Beleuchtungsbedingungen am Tag angepasst. Doch auch für die Dämmerung hat es eine Strategie entwickelt: Offenbar erlaubt es die innere Uhr, diese Zeiten vorherzusehen und das visuelle System auf Zeiten schlechter Signalqualität vorzubereiten.

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Quellennachweis

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Orientierungsprobleme: Warum ältere Menschen sich verirren könnten

6. Bild Neuronews

Neuro News Orientierungsprobleme / Orientierungsvermögen

Neue Hinweise darauf, weshalb unser Orientierungsvermögen dazu neigt, im Alter nachzulassen
Forscher des DZNE haben eine mögliche Erklärung dafür gefunden, warum die räumliche Orientierung älteren Menschen bisweilen Schwierigkeiten bereitet. In den Gehirnen älterer Erwachsenen konnten sie in einem für die räumliche Navigation wichtigen Bereich eine instabile Aktivität nachweisen. Die Wissenschaftler berichten darüber im Fachmagazin „Current Biology“. Langfristig könnten diese Studienergebnisse den Weg für neue Methoden der Alzheimer-Diagnose bereiten.
Um uns gezielt durch den Raum zu leiten, muss das menschliche Gehirn eine Flut an Informationen verarbeiten: Das Spektrum reicht von visuellen Reizen bis hin zu Signalen der Muskulatur und unseres Gleichgewichtssinns. Räumliches Orientierungsvermögen und Navigation gehören daher zu den komplexesten Fähigkeiten des menschlichen Geistes. Im Alter können diese Fertigkeiten jedoch nachlassen – was Selbstbestimmung und Lebensqualität stark beeinträchtigen kann.
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Quellennachweis:
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen

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Taktgeber für Hirnwellen

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Hemmende Nervenzellen und elektrische Synapsen bestimmen die Frequenz von rhythmischer Aktivität im Gehirn
Schwingungen der Hirnaktivität beeinflussen unsere Aufmerksamkeit und viele weitere geistige Fähigkeiten. Tatjana Tchumatchenko vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt und Claudia Clopath vom Imperial College London haben jetzt ein theoretisches Modell entwickelt, welches den Ursprung dieser Schwingungen in neuronalen Netzwerken erklärt. Hemmende Neuronen und elektrische Synapsen spielen dabei die Schlüsselrollen und könnten daher Zielscheibe für neue Medikamente werden.
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Datenquellen
Max-Planck-Institut für Hirnforschung

Wie das Gehirn Stress beim Lernen kompensieren könnte

3. Bild Neuronews
Freund oder Feind, kariert oder gestreift – das Gehirn sortiert die Umwelt ständig in Kategorien. Wie das auch unter Druck gut klappt, haben Forscher der RUB untersucht.
Wenn Menschen Situationen in Sekundenschnelle einordnen müssen, hilft es, auf gelernte Kategorien zurückgreifen zu können. Wie gut das Lernen von Kategorien in stressigen Situationen funktioniert, haben RUB-Psychologen vom Institut für Kognitive Neurowissenschaft untersucht. Das Team beschreibt einen Mechanismus, mit dem das Gehirn Stress kompensieren könnte.
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Quellennachweis
Ruhr-Universität Bochum

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